Stand 06.03.2017

Nachfolgend geben wir Ihnen unverbindliche, aber nachdrücklich empfohlene Tipps zur Vorbereitung Ihres Einsatzes und Ihrer Reise ins Einsatzgebiet.

Bedenken Sie vor allen Dingen, dass Sie in der Regel in einem Land tätig werden, dass in vielen Bereichen weder europäische noch deutsche Standards erreicht. Dies ist ja auch auf dem medizinischen Sektor einer der Gründe, warum Sie dort einen zahnmedizinischen Hilfseinsatz durchführen möchten.

Wichtig: Bevor Sie zu Ihrem Einsatz anreisen, sehen Sie bitte auf unserer Homepage (www.dwfl.org), in der linken Menüspalte, unter “Team-Mitteilungen” nach, ob für Ihren Einsatz wichtige ad-hoc-Informationen vorliegen (z.B. Mängelmeldungen von Zahnstationen, fehlendes Material, Gerät etc.), damit sie benötigtes Material ggf. noch zeitgerecht beschaffen und mitnehmen oder Näheres vorab noch mit dem PME abklären können.

A. Grundüberlegungen vor dem Einsatz

1. Aktuell mögliche Gastländer

Beachten Sie, dass DWLF Ihren Einsatz nur dann unterstützen kann, wenn mit dem Zielland ein Memorandum of Understanding besteht. Aktuell ist dies in folgenden Ländern der Fall. Durch Anklicken des Landes können Sie die jeweiligen Einsatzbedingungen vor Ort und die dazu gehörenden Belegungspläne aufrufen (Sie finden beides zum direkten Aufruf auch in der linken Menüspalte unter der Rubrik “Bedingungen  vor Ort & Belegungspläne”):

In folgende Länder vermitteln wir aktuell nur Zahnärzte/Helfer an andere Organisationen. Die Einsätze erfolgen nicht unter der Flagge von DWLF:

Möchten Sie in einem Land arbeiten, mit welchem derzeit noch keine MoU-Vereinbarung besteht, teilen uns Sie dies bitte frühzeitig (mindestens ein Jahr vor Ihrem Einsatzvorhaben) mit. DWLF wird sich dann bemühen, mit ihrem Wunschland die erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Grundvoraussetzung ist, dass das Zielland befriedet ist. Einsätze in Kriegsgebieten sind unter der DWLF-Flagge nicht möglich.

2. Benötigte Unterlagen

Für die o.g., möglichen Gastländer  haben wir für Sie die benötigten Unterlagen übersichtlich zusammengestellt:


Download Dokumentenbedarf Gastländer


 3. Klima in den Einsatzgebieten

Wenn Ihr Einsatz Sie außerhalb unserer gemäßigten Breitengrade führt, müssen Sie mit für Sie belastenden klimatischen Verhältnissen rechnen.

  • Je weiter Sie sich vom Äquator entfernen (nach Norden oder Süden), umso kühler wird das zu erwartende Klima sein – vor allem in den Wintermonaten der jeweiligen Hemisphäre.
  • Je näher Sie dem Äquator kommen umso heißer wird ganzjährig das Klima sein.
  • Wenn Ihr Einsatzgebiet in tropischen Zonen liegt, rechnen Sie mit schwüler Wärme bei hoher Luftfeuchtigkeit. Die körpereigene Wärmeregulierung durch Schwitzen und Verdunstung kann deshalb sehr beeinträchtigt sein.
  • Weiter sollte beachtet werden, dass es in Gegenden mit Kontinentalklima teilweise extreme Hitze- und Kälteperioden geben kann. So können z.B. in der Mongolei nur in den Sommermonaten Hilfseinsätze durchgeführt werden, weil bereits ab September/Oktober, bis weit in den Mai hinein dort meist starke Kälte herrscht.
  • Gegenden mit Seeklima weisen in der Regel geringere Temperatur-Schwankungen auf.

4. Gesundheitsvorsorge

Informieren Sie sich, mit welchen Gesundheitsrisiken Sie in Ihrem Einsatzgebiet zu rechnen haben. Allgemein bekannt ist, dass in tropischen Gegenden die Gefahr groß ist, sich durch Insektenstiche Krankheiten wie Malaria zuzuziehen. In einigen Gegenden werden von der WHO deshalb auch medikamentöse Vorbeugemaßnahmen empfohlen. Eine hervorragende, länderbezogene Informationsquelle bietet das Centrum für Reisemedizin mit der Internet-Seite

www.crm.de.

5. Sicherheitslage

DWLF will nur in Ländern Einsätze unterstützen, welche als befriedet gelten. Nur mit solchen Ländern werden MoU abgeschlossen. Trotzdem können sich in unseren Zielländern kurzfristig Veränderungen ereignen (Kriegs- und Seuchenausbruch, Katastrophen usw.), die eher davon abraten lassen, geplante Einsätze durchzuführen.

DWLF wird die Einsatzteilnehmer bei erkannten Risiken selbstverständlich informieren und vor Einsätzen ggf. auch abraten – bei gravierenden Sicherheitslagen auch Einsätze unter DWLF-Flagge ganz absagen.

Achten Sie bitte unbedingt auf Sicherheitshinweise und Reisewarnungen, welche das Auswärtige Amt, auf seiner Webpräsenz, im Topmenü, unter “Reise & Sicherheit” bekannt gibt:

www.auswaertiges-amt.de

5. Sonstige Gefahrenquellen

Unabhängig von den vorgenannten Gefahren, über welche man sich vorab informieren kann, können in fremden Ländern auch Risiken bestehen, welche nicht vorhersehbar sind. Dazu gehören z.B. Erdbeben, Sandstürme, Wirbelstürme, Sturmfluten, Vulkanausbrüche, andere Katastrophen und auch wilde Tiere. Bedenken Sie bei Ihren Vorhaben: Trotz aller Vorsichts- und Vorsorgemaßnahmen gibt stets auch Restrisiken. Hierzu gehören auch Flugzeugunfälle bei An- und Abreise, ungewohnte Verkehrssituationen vor Ort (ungewohnter Rechts-/ Linksverkehr, Gefahren bei Nachtfahrten usw.). Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

B. Bürokratisches und Organisatorisches vor dem Einsatz

1. Erforderliche Urkunden für die Einsatzfreigabe

Wenn Sie in einem Einsatz-Team in unseren Gastländern mitarbeiten oder selbst einen Einsatz planen, benötigt die DWLF-Geschäftsstelle folgende Unterlagen:

  1. beglaubigte Qualifikationsunterlagen möglichst auf Englisch (per Post),
  2. (möglichst) Farbkopie des Reisepasses (per E-Mail oder per Post),
  3. Formblatt Erklärung als Helfer gegenüber DWLF im Falle meines Auslandseinsatzes unterschrieben im Original (per Post),
  4. Formblatt Aufgaben, Kompetenzen,Verantwortung (AKV) unterschrieben im Original (per Post), – Näheres hierzu weiter unten unter Punkt 4.
  5. Formblatt Datenschutzerklärung und SCIMUS-Erklärung unterschrieben im Original (per Post),
  6. Länderspezifische Application for Visa (Visum-Antrag) muss vorliegen,
  7. Die Reisekostenordnung muss gelesen und mit Formblatt Erklärung als Helfer gegenüber DWLF im Falle meines Auslandseinsatzes (Ziffer 3) akzeptiert werden.

2. Versicherungen

Zahnärzte sind durch eine Berufshaftpflichtversicherung für die Zeit ihres karitativen Einsatzes im Ausland über DWLF versichert.

Ferner besteht für Einsatzteilnehmer seitens DWLF eine (kleine!) Gruppenunfallversicherung.

Wenn Sie wissen möchten ob es sinnvoll ist vor Beginn des Auslandseinsatzes eine Auslandskrankenversicherung, ggf. mit einer Rückflug-/Rückholungsoption im Krankheitsfalle, abzuschließen oder wenn Sie sonst mehr Sicherheit beim Einsatz und beim Reisen wünschen, so können Sie sich bei unserem DWLF-Berater, Herbert Pretzl (E-Mail: herbert@dwlf.org bzw.: Tel. +49 9103-2000) oder auch anderweitig beraten lassen.

3. Reisekostenordung

Bitte nehmen Sie vor Festlegung Ihres Einsatzes unbedingt die aktuelle Reisekostenordung (RKO) zur Kenntnis. Die RKO zielt auf eine (wirtschaftliche) Gleichbehandlung aller Einsatzteilnehmer ab. Maßgebend sind die Vorschriften des Einkommensteuergesetzes.

Die RKO begründet exakt definierte Rechtsansprüche auf Aufwandserstattung für Teilnehmer an Hilfseinsätzen sowie für Delegierte, die von der DWLF-Geschäftsstelle mit einem besonderen Reiseauftrag versehen sind.

4. Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortungen (AKV) (werden aktuell überarbeitet!)

Die Durchführung von Hilfseinsätzen unter der Flagge von DWLF erfordert unmissverständliche Absprachen, wer für welchen Aufgaben zuständig ist, für welche Vorgänge über Kompetenzen verfügt für welche Geschäftsprozesse Verantwortung trägt. Wir haben dies in einem Formblatt “Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortungen (AKV)” zusammengefasst. Bitte übersenden Sie uns dieses unterschrieben zeitgerecht vor Ihrem Einsatz.

Hinweis: Die AKV werden gegenwärtig überarbeitet.

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