von Dr. Sergej Klassen, Nürnberg

Mit der Familie in der Mongolei. 
Ein unvergesslicher Abenteuerurlaub bei den Nomaden
Familie Klassen (sergej_klassen@web.de), Nürnberg, Sommer 2008

08080730hell.jpgWir wagten das Abenteuer und fuhren mit unseren Kinder (Celine 7 J. und Jan 3 J.) im Rahmen des Projektes „ Zahnärzte ohne Grenzen“ in das faszinierende, fast unbekannte Land Mongolei. Dabei erlebten wir nicht nur die unendliche Weite der unberührten Landschaften, das ungewohnte Behandeln der Nomaden mit der mobilen Einheit in dem Nomadenzelt, sondern auch ein Abenteuer der Extraklasse für die ganze Familie. 

08090720_hell.jpgUnsere Reise begann in der Provinz Töv Aimag, wo wir herzlich von dem Zahnärzteteam Krankenhaus Zuunmod empfangen worden sind. Zum wohnen haben wir für unsere Familie eine Jurte mit 4 Betten in einem Jurten Camp in der Nähe vom Ort vorgezogen (sogar mit einer Dusche!).

Kinder jubelten vor Freude; in einer Jurte zu schlafen, ist ein wirklich unvergessliches Ereignis für die ganze Familie. Nach der täglichen Behandlung im Zuunmod Krankenhaus (sehr erlebnisreich!), haben wir am Nachmittag meistens die Möglichkeit gehabt, interessante Wanderungen im  Naturschutzgebiet zu unternehmen. 

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An einem Nachmittag haben wir die mongolische Gastfreundschaft kennen gelernt: wir 08090770klein.jpgwurden von den mongolischen Zahnärzten zu einer Nomadenfamilie eingeladen. Da die Familie eine Pferdeherde besitzt, hatten wir die Gelegenheit zu reiten und beim Melken zuzuschauen. Anschließend wurden wir mit einer leckeren süßen Milchspeise, sowohl auch einem mongolischen Nationalgericht Bodoog verwöhnt. Für besseres Miteinander an solchen Abenden haben zum Glück unsere Russisch Kenntnisse beigetragen. Die zweite Woche unserer Reise haben wir in der Nähe vom Ort Batsumber verbracht. Batsumber ist eine kleine, unattraktive und im 08090780klein.jpgSommer ziemlich staubige Stadt, abgesehen von den liebenswerten Bewohnern. Ein kleiner Trost für diese Gegend ist das von der Organisation „Zahnärzte ohne Grenzen“ neu errichtete Gästehaus gegenüber vom Krankenhaus. Es besteht aber auch die Möglichkeit in der Nähe von Batsumber in einem kleinem Jurtencamp romantisch zu wohnen, wenn man bereit ist, an Ort und Stelle mit einer mobilen Einheit in einer Jurte die Nomaden zu behandeln. Wir haben diesen Weg gewählt und waren sehr glücklich darüber, die Mongolei aus sich heraus dabei kennen zu lernen.

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Es ist ziemlich unproblematisch ein Fest mit Mongolen auf eigene  Kosten zu organisieren, um den Menschen und dem Landnäher zu kommen. Z. B. wurde für uns ein besonderes 08091710_hell.jpgRitual durchgeführt: Schlachten eines Schafes und anschließende die Zubereitung in der Milchkanne. Durch das fröhliche Miteinander an diesem Festabend, war dies der absolute Höhepunkt unserer Reise. Es gibt sehr viele Möglichkeiten die Zeit interessant zu gestalten, wir haben sogar Glück gehabt, das kleine Naadam Fest im Ort Batsumber zu erleben.Die Kinder konnten auch auf Wunsch im Camp jederzeit reiten; in der Nähe liegender Fluss bietet eine erfrischende Badegelegenheit an. Der Abschied fiel uns schwer. Unser Wunsch, das Abenteuer Mongolei ganz anders zu erleben, ist in Erfüllung gegangen.

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Vielen Dank an die DWLF Organisation für die Möglichkeit, dass wir die Mongolen und Ihre Lebensart so unmittelbar erfahren konnten. Wir bedanken uns auch bei allen beteiligten Firmen, die Medikamente und Instrumente für das Mongolei Projekt gespendet haben. 

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