von Franka Maria Selz (info@dwlf.org)

Am 17. Oktober 2012 lud die Stiftung „Zahnärzte ohne Grenzen“ (Dentists without Limits Foundation- DWLF) zu einer Abendfortbildung des ZBV Mittelfranken gemeinsam mit dem Förderkreis Zahngesundheit Mittelfranken e.V. (FZM) in das Zahnärztehaus Nürnberg ein. Das Hauptthema an diesem Abend war die Organisation einer Straßenambulanz in Nürnberg, zu dem Dr. Bernhard Lohbauer (Straßenambulanz), und Herr Roland Stubenvoll, examinierter Krankenpfleger und Leiter der Straßenambulanz v. Assisi, einen interessanten Vortrag mit Infomaterial vortrug.

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Nicht nur in den benachteiligten Ländern, nein auch in Deutschland existiert eine immer größer werdene Anzahl von Bedürftigen, für die sich DWLF verantwortlich fühlen muss. Menschen die durch das Raster des sozialen Netzes fallen und sich eine zahnärztliche Grundhilfe nicht leisten können.

„Wir wollen in Nürnberg ein Netzwerk zwischen Hilfsorganisationen und engagierten Zahnärzt/Innen schaffen um Menschen ohne Versicherungsschutz zu helfen. Diese Aufgabe ist sicherlich nicht leicht und wird finanziell nicht honoriert. Die einzige Motivation, Menschen am untersten Rand unserer Gesellschaft zu behandeln ist:

„…würde ich diesen Menschen nicht helfen, würde es keiner tun! Findet dieser Mensch wieder in die Gesellschaft zurück, habe ich einen Anteil daran.“

Wir stellen ein seit 1995 entstandenes und bewährtes Konzept vor: den Notdienst an nicht versicherten Menschen in den Praxisalltag zu integrieren ohne die täglichen Abläufe zu stören.“

(Dr. Claus Macher- DWLF Stifter und Präsident)

Zu diesem Thema sprachen:

  • Dr. Bernhard Lohbauer (Straßenambulanz)- ZA aus Nürnberg in Gemeinschaftspraxis mit Dr. Barbara Lohbauer und Dr. Christian Reinel,
     
  • Herr Roland Stubenvoll- examinierter Krankenpfleger und Leiter der Straßenambulanz v. Assisi

Herr Michael Schwarz, Direktor der Caritas in Nürnberg und Dr. Martin Schubert, Vorsitzender des Hilfswerk Zahnmedizin Bayern e.V,. haben ebenfalls ihre Unterstützung zugesagt.

Neben diesem Thema gab es noch zwei weitere Nebenthemen, die einen Einblick in die aktuelle Lage der Länder Namibia und Palästina verschaffen sollten.

Hierzu haben sich Herr Kolmann Deuerlein, Projektmanager Europe (PME) für Palästina und die Zahnärztin Frau Marlene Nißl, Projektmanager Europa (PME) für Sri Lanka, dazu bereit erklärt.

Herr Deuerlein berichtete über die Situation von DWLF in Palästina, die z.Z. nicht einfach ist so dass das Projekt leider auch wegen Unstimmigkeiten zwischen Gesundheitsministerium und DWLF vorübergehend gestoppt werden musste.

Frau Marlene Nißl berichtete über Ihre Erfahrungen und positiven Erlebnisse in Namibia- auch da gab es „dicke Bretter zu bohren“. Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten, die bei jedem Projekt auftreten können, ist DLWF wieder einig mit dem Namibischen Gesundheitsministerium geworden. Nach wie vor erweist sich das Land als sehr beliebt bei den DWLF Helfern- das Jahr 2013 ist auch schon fast wieder ausgebucht.

DWLF hat seit Mitte 2012 in Groothfonatin großzügig eingerichtetes 3 Zimmer Appartement angemietet (2 DZ, 1 Wohnküche und 1 Duschbad), 5 Fußminuten vom Krankenhaus entfernt, was den DWLF Helfern kostenlos zur Verfügung steht. In Groothfontain sind alle Instrumente und Geräte gelagert. Es ist der augenblicklich der einzige Ausgangspunkt für die Outreacheinsätze.

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