Nürnberg, den 19.10.2013

Ganz besonders möchte ich den Leiter des Amtes für internationale Beziehungen Herrn Dr. Norbert Schürgers als Vertreter der Stadt Nürnberg begrüßen und Dr. Willi Scheinkönig als Vertreter der Zahnärzteschaft.

Zuerst möchte ich mich bedanken:

Bei allen PME´s und PMG´s und allen DWLF Helfern, die dieses Jahr im Einsatz waren, und auch bei denen, die gerne bei uns wären, aber gerade im Einsatz sind:

Zu erwähnen wäre hier besonders Dr. Lehmann und Dr. Schwedt, die gerade in Namibia sind und Dr. Sybille Keller, die in Nepal ist und Dr. Schifferdecker, der nach Kuba geflogen ist, um dort Gespräche zu führen.

Aber ganz besonders meiner Ehefrau, Frau Tuul Sodnompil, die uns den Zugang zu der Mongolei erst ermöglicht hat. Sie hat dort als bekannte Chirurgin die besten Beziehungen zu den verantwortlichen Politikern. Dennoch hat die Vorbereitung und die Koordinierung über 4 Monate gedauert und war von vielen Hindernissen begleitet, die sie aber mit viel Mühe überwand.

Oberstes Prinzip war: Es gibt niemals Korruptionsgelder von DWLF!

Unsere Hilfe besteht darin, dass wir auf zahnärztlichem Gebiet den benachteiligten Gesellschaftsschichten helfen, die keinen Zugang zur Zahnmedizin haben oder sich eine zahnärztliche Basisbehandlung nicht leisten können.

Dies geschieht meist in den wunderschönen, aber benachteiligten Ländern mit unterschiedlichsten Kulturen und Religionen in allen Erdteilen.

Wir wollen helfen, dass es in ferner Zukunft einmal „ausbalancierte Gesellschaften in einer ausbalancierten Völkergemeinschaft“ geben wird. Wir halten diesen Zustand als einen Garanten für den Frieden. Die Ressourcen, Güter, Bildung, Gesundheit und Lebenschancen werden gleichmäßiger verteilt sein.

Existenziell notwendige Emigrationen in fremde Länder und in eine zweifelhafte Zukunft werden dann selten stattfinden.

Das Motto bei der Umsetzung der DWLF Hilfe ist:

„Manpower is more important than Moneypower“

Wir wissen um die enorme Kraft, die aus persönlichen Erlebnissen und Begegnungen hervorgeht. Sie erwecken Verständnis, Mitgefühl und den Wunsch, dem anderen seine Situation verbessern zu helfen. Das ist eine sehr gute menschliche Eigenschaft. Darum gehen die DWLF-Helfer direkt in die fremden Länder, um auf Augenhöhe zu helfen.

Dabei sind DWLF Helfer gegenüber den unterschiedlichsten Religionen und Kulturen neutral, die Politik geht sie nichts an. Darüber wird nicht gesprochen, da die DWLF Helfer wissen, dass nichts beständiger ist als die Veränderung und dass man einen langen Atem haben muss, um das DWLF- Ziel zu erreichen.

Aber man hat die Gewissheit, dass das Wasser immer von der Bergspitze ins Tal fließt.

Wir rechnen daher mit mindestens 3-5 Generationen, bis sich ausbalancierte Gesellschaften gebildet haben werden, die vergleichbar mit den Kernländern der Europäischen Gemeinschaft sind.

Die DWLF Helfer werden niemals ohne Zustimmung, also illegal in einem souveränen Land arbeiten. Dazu hat DWLF mit den Gesundheitsministerien der verschiedener Länder ein MoU (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, das das Prozedere regelt.

Auch sind die DWLF Helfer bei ihren von DWLF bestätigten Einsätzen Berufshaftpflicht versichert.

DWLF hat das Ziel ist, möglichst effektiv in dem Gastland zu sein und versucht sich dauernd zu verbessern. Augenblicklich sind die 4er Gruppen mit der MDDC die beste Zusammensetzung.

Ein Beispiel ist der Mongoleieinsatz 2013:

Bei diesem Einsatz wurden von 44 DWLF Helfern insgesamt in 14 Tagen 7200 Patienten behandelt und 21600 Einzelleistungen vollbracht. Diese Leistung verdient Hochachtung.

Aber auch in anderen Ländern waren die Helfer sehr effektiv. Ich bitte die DWLF Helfer, die den Weg hierher gefunden haben und schon irgendwann einmal im Namen von DWLF im Einsatz waren, aufzustehen. Ich bedanke mich hiermit herzlich bei Ihnen.

Über den diesjährigen Mongoleieinsatz haben wir einen ca. 25 Min. Film von uns befreundeten Profis drehen lassen; diesen Film können Sie in der Rohfassung auf dem Monitor sehen.

Wir lassen diesen leicht ergänzt auf eine DVD Diskette übertragen – falls Sie diesen Film in Ihrem Wartezimmer spielen lassen wollen oder ihn bei Zahnärztetagungen zeigen wollen – wir senden Ihnen diesen gerne zu.

Zudem haben wir noch ein paar Neuerungen vorzustellen:

  1. Der attraktive vergoldete DWLF Button ist für die Praxisbekleidung sehr schmückend, wenn Sie und Ihre Praxismannschaft hinter der Philosophie von DWLF stehen. Falls Sie gefragt werden: „was bedeutet der rubinähnliche Stein in der Weltkugel?“ so können Sie antworten: ursprünglich war es Nepal, in dem Land, wo die Stiftung ihren Anfang nahm – jetzt ist es die Wunde der Welt.“ Praktisch kann man auch daran kokett seinen Mundschutz aufhängen und er steht immer zur Verfügung. Wir würden uns freuen, wenn Sie dafür eine Spende von 15 Euro oder höher pro DWLF Button an DWLF tätigen könnten.
     
  2. Wir haben neue Hemden drucken lassen. Da die Stiftungsphilosophie des Ausgleichs- und Versöhnungsgedankens der der Europäischen Union sehr ähnlich ist, nennen wir die Stiftung eine „Europäische Stiftung“.
     
  3. Eine DWLF Helferin hat sich bereit erklärt, Fotobücher mit einem kartonierten Einband mit ihren Einsatzfotos und Einsatzbeschreibungen zu kreieren.
     
    Laut mehrerer Kollegen ist es als Auslage im Wartezimmer ein gerne von den Patienten angesehenes Buch, da ihn schon interessiert, was sein Zahnarzt in seiner Freizeit so macht. Wir werten dies als eine Möglichkeit der Patientenbindung.

    Das Buch besteht aus 2 Teilen:

    Der hintere Teil (ca.11 Seiten) erklärt in schöner Form den Aufbau und die Zielrichtung von DWLF. Der vordere Rest (ca. 14 Seiten) sind dann für ihre privaten Fotos und Texte reserviert.

    Die DWLF Helferin verlangt für die Wartezimmerlektüre für 5 Bücher 300 Euro + MwSt. Wir empfehlen, keine Jahresangabe zu machen. So können Sie immer das Buch ersetzen, wenn es verschlissen ist.

Was hat nun der Vortrag über das Amalgam von Prof. Reichl mit den Einsätzen zu tun

Warum ist der Vortrag von Prof. Reichl genauso wichtig für die DWLF Helfer wie der Vortrag von Prof. Noak über die neuartige Füllungstechnik letztes Jahr?

Was hat DWLF für weitere Visionen?

  1. Wir werden einen Professor suchen, der das Problem Hyperfluorose für eine Doktorandin begleitet. Die Doktorandin wird Frau Kollegin Nissl sein. Die Fluorose hat viel mit vulkanischem Gestein zu tun: In Sri Lanka, der Mongolei und in Namibia finden wir diese Krankheit sehr häufig. Frau Sebert aus Tübingen hat hier schon größere Recherchen betrieben.
     
  2. Es wird versucht in weiteren Ländern Fuß zu fassen. Marokko, Israel, Kuba und Nicaragua sind geplant.
     
  3. Für die Einsätze stehen im Augenblick keine Röntgengeräte zur Verfügung. Da aber ein tragbares digitales Röntgengerät in der Größe eines mittelgroßen Kofferradios aus Südkorea ca. 7000 Euro inkl., Laptop kostet, hängen die Anschaffungen von dem aufkommenden Spendenaufkommen ab.
     
    Ein Teil des Spendenaufkommens wird an die DWLF Helfer als Unterstützungsbetrag für einen Einsatz fließen. Fürs Jahr 2014 wird dieser je nach Kassenlage zwischen 300 und 500 Euro liegen. Herr Deuerlein wird darüber berichten.
     
  4. Die Frage nach Kunststofflabors wird immer öfter gestellt. Es dreht sich um das Anfertigen von Kleinprothesen und kieferorthopädischen Geräten. Bei einer Umfrage unter Kieferorthopäden ergab sich, dass viele bereit wären, mittels Skype einen ausländischen Kollegen zu betreuen, der sich auf diesem Gebiet einarbeiten möchte. Darüber müssen wir uns Gedanken machen, da das eigentlich über die Basiszahnmedizin weit hinausgeht.

Sind Sie mit der DWLF Philosophie einverstanden, so müssen Sie wissen: wir lehnen Unterstützungen nie ab, im Gegenteil, wir sind Ihnen sehr dankbar. Eine Spendenquittung folgt umgehend.

Spendenkonto:
Zahnärzte ohne Grenzen (DWLF)
Evangelische Bank Kassel
Kto Nr.: 5302471       BLZ.: 52060410
IBAN: DE83 5206 0410 0005 3024 71
BIC: GENODEF1EK1

Wir danken von ganzen Herzen den Firmen, die unsere Einsätze 2013 unterstützt. Mit dem Angestellten von Sanofi-Aventis, die uns besonders unterstützt haben, und draußen im Foyer ihren Stand aufgebaut haben, können Sie direkt sprechen.

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