Stiftung Zahnärzte ohne Grenzen
Dentists Without Limits Foundation (DWLF)

Erst einmal möchten wir uns ganz herzlich für all die tatkräftige Unterstützung im Jahr 2014 bedanken – sei es durch Altgoldsammlungen in den Praxen, Sach- und Geldspenden oder durch ehrenamtliche Einsätze in den verschiedensten Ländern, in denen bedürftigen Menschen mit zahnärztlicher Versorgung geholfen werden konnte.

  • Unsere Zielgruppe:
    Die Bedürftigen einer jeden Gesellschaft im zahnärztlichen Bereich.
  • Unser Ziel:
    Mithelfen, damit ausbalancierte Länder in einer ausbalancierten Ländergemeinschaft entstehen können.
  •  Unser Leitmotiv:
    Manpower is more important than Moneypower!

Die Einen spenden und sammeln, damit Andere ehrenamtlich auf Augenhöhe bedürftigen Menschen helfen können!

Im Folgenden möchten wir kurz zusammenfassen, welche Projekte und Veranstaltungen, neben dem Unterstützen von fast 150 Helfern in den verschiedensten Ländern, im Jahr 2014 für die DWLF besonders bedeutend waren:

1. Das Jahr startete im Februar zunächst mit einem Treffen unserer Projektmanager für Europa (PMEs) mit dem Stiftungs-Vorstand in Nürnberg. Dabei wurden Strategien erarbeitet, um die Einsätze in die richtigen Bahnen zu lenken, so dass diese noch attraktiver und preiswerter für die Helfer zu machen. Helfen wird in Zukunft mit der Unterstützung von DWLF noch einfacher. Die Grundlage dafür ist die Zusammenarbeit mit den Ministerien der einzelnen Länder, genannt Memorandum of Understanding (MoU), das zwischen DWLF und der jeweiligen Behörde oder dem Gesundheitsministerium geschlossen werden muss, bevor ein Einsatz im Rahmen unser Entwicklungspartnerschaft beginnen kann. DWLF wird zudem die Gerätschaften für die Helfer bereitstellen und versuchen, die infrastrukturellen Wege zu ebnen.

2. Im März unternahmen DWLF-Geschäftsführerin Tuul Macher und Dr. Stefan Rohr, unser PME für Namibia Süd, eine Dienstreise nach Sri Lanka. Hauptziel der Reise war es, das längst überfällige MoU (Memorandum of Understanding) zwischen DWLF und dem Gesundheits-ministerium zu realisieren. Unterstützt wurde unser Team vor Ort von unseren Projekt-managern im Gastland (PMG) aus der Anwaltskanzlei Cooray&Cooray. Es hat uns gefreut, zu sehen, dass die von uns eingerichtete feste Zahnstation in Beruwala, geleitet von DWLF-PMG Irsan Mohamed, von einheimischen Zahnärzten gerne genutzt wird. Unser mobiles Equipment für die Zahnklinik wurde inzwischen an die Ostküste nach Kulmunai, der Partnerstadt Nürnbergs, gebracht. Im Vorfeld wurden dafür in einem Treffen in Nürnberg mit dem Bürgermeister Kalmonais und Dr. Claus Macher die Weichen gestellt. Wir hoffen, dass DWLF Helfer bald dort Ihre Arbeit aufnehmen können.

3. Im Juni machten sich Geschäftsführerin Tuul Macher und unsere PMG für Palästina Ulrike Hochstein auf nach Palästina, wobei auch hier das Ziel darin bestand, eine Zusammenarbeit zwischen DWLF und dem dortigen Gesundheitsministerium mit dem MoU zu festigen. Unsere Entwicklungspartnerschaft musste aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen leider ausgesetzt werden. Die DWLF Delegation reiste anschließend nach Jerusalem und traf mit der Michele Levine, der Direktorin der „Dental Volunteer for Israel“ (DVI), zusammen. Die DVI wurde von Frau Dr. Trudi Berger gegründet und leistet Hilfe, unabhängig von politischer Einstellung und Religion. Auch sie scheint einem ähnlichen Leitspruch gefolgt zu sein, den DWLF für sich kreiert hatte: „Politische Systeme und Religionen haben eine begrenzte Zeit, doch ewig bleibt die Menschlichkeit.“ Michele Levine nahm sich sehr viel Zeit, die Arbeitsweise von DVI ausführlich darzustellen. Die DWLF empfiehlt für Hilfswillige einen Einsatz auf ihrer Homepage für diese selbstständige Organisation.

4. In der Mongolei ist es uns im August bei einem Großeinsatz mit 56 DWLF Helfern gelungen, innerhalb von nur zwei Wochen 7.538 Patienten zu behandeln und 18.303 Einzelleistungen durchzuführen. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an alle Mitstreiter, die diesen riesigen Erfolg möglich gemacht haben. Jede Gruppe, meist vier bis sechs Helfer, führt eine eigene Behandlungsstatistik. Die Summe aller Einzelleistungen ergab, dass in den letzten acht Jahren Leistungen im Wert von über vier Millionen Euro in die Münder der bedürftigen mongolischen Nomaden gelegt wurden.

5. Besonders erfreulich für DWLF war, dass wir so gewirtschaftet hatten, dass wir im vergangenen Jahr eine Kostenaufwandserstattung gemäß der RKO (Reisekosten-ordnung) ausschütten konnten. Dies kam besonders den zahnärztlichen Helferinnen zu Gute, die für jedes effiziente Einsatzteam unentbehrlich sind. Viele Zahnärzte(Innen) verzichteten auf die ihnen zustehende Kostenaufwandserstattung gegen eine Spendenquittung. Dafür können wir schon wieder neue Geräte bestellen. Herzlichen Dank dafür!

6. Zudem realisierte die DWLF im Jahr 2014 noch Einsätze in Rumänien, Namibia, Sambia, Nepal und Indien.

7. Eine Übersicht zu der Leistung der letzten 10 Jahre: „DWLF-Datenbasis“

 8. Die DWLF 10-jährige Jubiläumsfeier wurde am 04. Oktober 2014 in den Räumlichkeiten der Stadt Nürnberg gefeiert. Es fanden mit Jazzuntermalung zahlreiche Ehrungen statt, interessante Vorträge wurden gehalten. Sogar Herr Max Bayer aus Grootfontein (Namibia) war mit von der Partie. Wobei die herausragenden Vorträge von Frau Katja Strohhacker, der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Nürnbergs und von Professor Dr. Christoph Benz (Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer) besonders zu erwähnen sind.

Zwei Wochen später kam anlässlich des Jubiläums die Delegation aus Namibia, bestehend aus dem Verantwortlichen des Gesundheitsministeriums für die Zahnversorgung für Namibia, Dr. Ruta, und zwei Regierungsbeamtinnen, für einen einwöchigen Besuch nach Nürnberg und München. Dr. Rohr aus München zeigte ihnen die neuesten computergesteuerten Frästechniken – exemplarisch für den hohen Standard der Zahntechnik – zudem wurde die Delegation eingeladen, in einer kieferchirurgischen, einer kieferorthopädischen und einer allgemeinen Zahnarztpraxis zu hospitieren. Neben dem fachlichen Austausch sind aber vor allem freundschaftliche Bindungen entstanden. Das gewachsene Vertrauen stärkte auch die zukünftige Zusammenarbeit, die Verlängerung des MoUs wurde in Aussicht gestellt und inzwischen auch schriftlich für die nächsten drei Jahre bestätigt. Die Einsatzgruppen für Namibia 2015 waren in kürzester Zeit weitestgehend ausgebucht.

Für 2015 ist eine weitere Intensivierung der bestehenden Entwicklungspartnerschaften geplant. Mit neuen Ländern wird Kontakt aufgenommen. Bis es dort zu den ersten Einsätzen kommen kann, ist mindestens ein Zeitraum von zwei Jahren anzusetzen. Als Länder stehen auf unserer Wunschliste: China, Marokko, Tunesien und die Kapverdischen Inseln. Zudem werden wir die Einsätze in Rumänien verstärken, indem wir mit der „Peter Maffay-Stiftung“ zusammenarbeiten. Nicht zuletzt werden auch die Probleme und Lösungen für die Bedürftigen in Deutschland angegangen. Zudem werden zwei Projekte intensiviert: Der Bau der Schule in Kristi/Nepal und die Renovierung einer Schule in Namibia. Beide Schulen möchten wir zahnärztlich betreuen und ein systematisches Prophylaxeprogramm einführen.

Alle weiteren Informationen zu DWLF-Projekten, Veranstaltungen oder Spenden können Sie auf unserer Homepage www.dwlf.org verfolgen.

Herzlichst

Ihr Claus Macher
Präsident der DWLF

DWLF ist als gemeinnützige und mildtätige Stiftung anerkannt. Spenden sind im steuerrechtlichen Rahmen abzugsfähig, Sie erhalten eine Spendenquittung.

„Die Einen spenden und sammeln, damit DWLF investieren kann und die Anderen ehrenamtlich vor Ort auf Augenhöhe den Bedürftigen helfen können – eine erfolgreiche und effiziente Symbiose.“

DWLF finanziert sich auch durch die Sammlung von Altgoldspenden. Unterstützen Sie uns! Bitte Sammelset (Sammeldose, Patientenbroschüren, Poster) für Ihre Praxis bei

Dr. Volker Schmidt
(Tel.: +49 (0) 911-599 300
E-Mail: dr.volker.schmidt@t-online.de).

bestellen.

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E-Mail: info@dwlf.org     www.dwlf.org
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