von Dr. Klaus Köhler  

Teilnehmer:

  • Dr. Klaus Köhler,
  • Gisela Löffler,
  • Linda Gerhardt,

Nachdem ich mir schon häufiger vorgenommen hatte einen humanitären Einsatz durchzuführen entschloss ich mich im Mai 2013 dazu, Nägel mit Köpfen zu machen und stellte den Kontakt zu DWLF (Dentists without Limits Foundation) her. Eine meiner Damen, Linda Gerhardt, war sofort so begeistert, dass ich mich entschloss sie mitzunehmen. Gisela Löffler aus Hannover hatte sich ebenfalls für einen Einsatz bereit erklärt und wurde der Gruppe zugeteilt. Die bürokratischen Voraussetzungen wurden im Laufe des Jahres von DWLF problemlos erledigt, so dass wir am 24. Oktober 2014 im Flieger saßen!

Angekommen auf dem Flughafen Windhoek wurden wir von der Autoverleih Firma empfangen, haben den Toyota Hilux Pickup übernommen und anschließend Frau Löffler im Hotel abgeholt. Sie erwartete uns schon sehnsüchtig, so dass wir gegen 10:00 Uhr unsere 500 km lange Reise nach Grootfontein beginnen konnten.

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Da ich selber schon siebenmal in Namibia war und mir die örtlichen Verhältnisse bekannt sind, konnte ich den Damen unterwegs noch zwei Highlights zeigen; den Holzmarkt von Okahandja und in Otjiwarongo die alte Hentschel-Lokomotive aus Kassel, die in Namibia ihre Dienste von 1912-1960 tat.

koehler_namibia_2014_03Genau wie unser Vorgänger schon in seinem Bericht beschrieben hatte, bekamen wir bei unserer Ankunft in Grootfontein zunächst die Gastfreundschaft von Max Beyer und seiner Frau Irmgard zu spüren! Hervorragendes namibianisches Grillfleisch, Irmgards Nudelsalat und gut gekühltes Windhoek Lager waren die Krönung des ersten Tages. Die Unterbringung erfolgte im Gästehaus auf Max Beyers Grundstück, welches aus zwei Schlafzimmern mit Duschen, einem geräumigen Esszimmer und einer großen Terrasse besteht. Die Terrasse ist überdacht und sollte die Basis unserer Aktivitäten der nächsten zwei Wochen sein.

Pünktlich um 7:00 Uhr morgens saßen wir am nächsten Tag am Frühstückstisch und Max gesellte sich zu uns, um uns einen Überblick über die bevorstehenden Aktivitäten zu geben. Zunächst wollte uns Max die Stadt zeigen, bevor wir ins Buschmannland aufbrechen sollten, um dort in verschiedenen Buschkliniken und Dörfern die Bewohner zu behandeln. In der Folgewoche sollten wir dann in der Makalani Schule Grootfontein die Schulklassen Fünf a und b und die sechsten Klassen untersuchen und behandeln. Unsere Rundfahrt führte uns durch das Schwarzenviertel,die deutsche Privatschule, durch die Einkaufsstraßen Grootfonteins und in das State Hospital von Grootfontein wo ein staatlich angestellter kubanischer Zahnarzt mit einer Helferin in einem Behandlungszimmer arbeitet. Hier können sich alle Namibianer für einen Obolus von circa 0,60 € pro Behandlung behandeln lassen. Hat also ein 350 km entfernt lebender Buschmann ein ernstes zahnärztliches Problem, so muss er sich die Strecke nach Grootfontein befördern lassen, um sich dort behandeln zu lassen! Nach ausgiebigem Mittagessen konnten wir uns dann einen Überblick über die Materialien, Instrumente und Gerätschaften verschaffen. Unsere Vorgänger hatten schon einige Materialien in Kisten verpackt und beschriftet. Trotzdem handelte es sich noch um eine große Anzahl von Instrumenten und Materialien, die geordnet werden mussten.

Leider funktionierten die Behandlungseinheiten, von denen uns vier zur Verfügung standen nicht wie erwartet so dass wir fast den ganzen Abend damit verbrachten aus vier Behandlungseinheiten zwei funktionstüchtige Geräte zu bauen. Die Vorbereitungen und Reparaturen kosteten uns den Nachmittag und den ganzen Abend bis in die Nacht hinein, so dass wir gegen 23:30 Uhr todmüde ins Bett fielen!

Aber der Pickup war einsatzbereit!

Die Reise am nächsten Morgen in das 300 km entfernte Buschmannland bot uns einen interessanten Einblick in die Buschsavanne der östlichen Kalahari. In Namibia unterscheidet man geografisch das kommerzielle Land vom kommunalen Land. Das kommerzielle Land ist in Privatbesitz ( Farmland, Industrie Lodges etc.) und das kommunale Land gehört den Stämmen bzw dem Staat ( Damaras, Ovambos,Hereros,Buschmänner, Himbas, Namas, Rehoboter Baster). Namibia ist dreimal so groß wie Deutschland und hat ca 3 Millionen Einwohner. Also genügend Platz für eine großartige Natur!

koehler_namibia_2014_04Während einer dreieinhalb stündigen Fahrt auf einer unbefestigten Straße, die schnurgerade das Land zerschneidet, sah man immer wieder einfache Blechbehausungen. Hin und wieder Warzenschweine am Straßenrand, verstreute Ziegen, Kühe und Esel sowie Steppenadler am Himmel. Gegen 10:00 Uhr erreichten wir schließlich die Mangetti Buschklinik, wo schon circa 25 Patienten auf uns warteten!

koehler_namibia_2014_05Diese Klinik wird seit 30 Jahren von der schweizer Ärztin Frau Bossert geleitet. Man hatte über den örtlichen Rundfunk und über einen Aushang bekannt gegeben, dass heute deutsche Zahnärzte in der Klinik behandeln.

 

Wir statteten ein Behandlungszimmer mit unseren Gerätschaften aus und konnten nach circa 20 Minuten den ersten Patienten in Empfang nehmen. Behandelt wurde auf einem Bürostuhl; eine Patientenliege und ein alter Tisch dienten uns als Ablage.

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Um mit der Anzahl unserer Gerätschaften haushalten zu können, ohne die Hygienekette negativ zu beeinflussen, machten wir uns zunächst Gedanken über den logistischen Ablauf. In Anbetracht der Patientenzahl einigten wir uns darauf, die wichtigsten Behandlungen bevorzugt durchzuführen. Gisela war die sterile Helferin und sollte nur koehler_namibia_2014_08Kontakt mit den sterilen Gerätschaften haben. Linda und ich arbeiteten am Patienten. Wir trugen zwei paar Handschuhe übereinander und wechselten nach jeder Behandlung das obere Paar. Die benutzten Instrumente kamen dann sofort in ein Desinfektionsbad links neben dem Behandelten und die extrahierten Zähne in einen Müllsack hinter dem Patienten. Die Einstellmöglichkeiten unseres Behandlungsstuhles erforderten hin und wieder die Behandlung auf Knien. Unsere Kopflampen waren unverzichtbar.

So behandelten wir von 10:30 Uhr bis 16:00 Uhr 30 Patienten! 26 Extraktionen, Wurzelrestentfernungen und Hebelosteotomien sowie zwei Füllungen und zwei Schleimhautbehandlungen.

Anschließend räumten wir alle Instrumente wieder zusammen, verabschiedeten uns von Frau Bossert und fuhren die restlichen 100 km in die Tsumkwe Lodge am Kaudom Nationalpark, wo wir uns der Reinigung unserer Instrumente widmeten. Mit den letzten Sonnenstrahlen genossen wir noch den Pool, bevor wir den Abend im Lodgerestaurant mit Babychicken, griechischem Salat und eisgekühlten Getränken zelebrierten!

koehler_namibia_2014_09Am nächsten Tag waren wir im Tsumkwe Hospital angemeldet, wo wir von 8:00 Uhr morgens bis mittags behandeln sollten.

Auch hier warteten schon die Patienten auf uns, da wir vorher angeblich durchs Radio angekündigt wurden. Die anwesenden zwei Schwestern stellten uns einen Raum zur Verfügung, den wir mittlerweile schon geübt, schnell in eine Zahnarztpraxis verwandelten! Wir entfernten bei 20 Patienten ausschließlich Zähne und Wurzelreste. koehler_namibia_2014_10Eine Patientin deren Schuhwerk völlig zerschlissen war, bekam von uns auch ein paar Schuhe angepasst und freute sie sich mehr über die Schuhe als über den genommenen Zahnschmerz!

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Nach getaner Arbeit und Versorgung der Instrumente starteten wir eine Offroadtour in die Ny Ny Pfanne. Die Ny Ny Pfanne ist ursprüngliches Jagdgebiet der Buschmänner und zu dieser Jahreszeit teilweise überflutet. Es ist das Rückzugsgebiet tausender Wasservögel, Störche, Pelikane, Marabus und Reiher.

koehler_namibia_2014_13Aber auch Elefantenherden, Raubtiere, Antilopen und Gazellen finden ihren Lebensraum hier. Nach kurzer Fahrt trafen wir schon auf ein erstes Wasserloch, welches wir umfahren mussten. Es dauerte nicht lange und der Weg verlief zu 50 Prozent im Wasser. Hier trafen wir auf eine grosse Anzahl schwarzer storchähnlicher Vögel, die wir gut beobachten konnten. Durch das Wasser ging es weiter und wir standen direkt vor der zentralen NY NY Pfanne mit tausenden bunten Flamingos und weißen Pelikanen die in der Seenlandschaft ihr Fressen finden. Etwas später sahen wir dann die ersten Springböcke flüchten und Gnus, die auf den weiten Graslandschaften weideten. So ging der Trip durch Busch und Wasser, über Stock und Stein mehrere Stunden lang. Manche Stellen waren so unwegsam oder voller Wasser, dass ich mehrmals aussteigen und den Weg zu Fuß erkunden musste, um meine Damen und das Auto sicher zurückzubringen. Gegen 18:30 Uhr erreichten wir schließlich trocken und unversehrt unsere Lodge, sterilisierten noch unsere Instrumente und freuten uns frisch geduscht aufs Abendessen.

koehler_namibia_2014_14Der nächste Tag begann wieder mit einem Frühstück um 7:00 Uhr in der Tsumkwe Lodge. Auf unserem Tagesprogramm stand heute die Behandlung im Makuri Bushman Camp und in Namtacwater einem kleinen Dorf an der Straße nach Otjinene.

In Makuri hielten die Dorfbewohner schon gespannt ihre Augen offen als wir in ihr Dörflein fuhren. Wir suchten uns kurz entschlossen einen guten Platz mitten im Dorf und bauten dort unsere Praxis auf.

koehler_namibia_2014_15Materialboxen aufgereiht, Behandlungsstuhl daneben, Tisch und Pickupladeklappe steril abgedeckt und mit Instrumenten bestückt, schon war unsere Praxis fertig!

Erst wurden ein paar neugierige Kinder auf den Behandlungsstuhl gesetzt. Ihnen wurden Luftballons geschenkt und mit ihnen Zahnputzübungen durchgeführt. immer zwei bis drei Kinder gleichzeitig auf dem Stuhl, was für ein Spaß!

koehler_namibia_2014_16Das erweckte das Interesse der anderen Dorfbewohner sehr schnell, so dass wir schnell eine Traube von Menschen um uns herum stehen hatten. Schon drängten sich behandlungsbereite Patienten um den Behandlungsplatz und eine Buschmannfrau konnte übersetzen.

koehler_namibia_2014_17Zuerst kam eine ältere Frau, bei der wir lockere Zähne zogen. Eine weitere ältere Frau bekam die zerstörten Weisheitszähne entfernt. Ich nahm den Zeigefinger des Patienten, führte ihn zum Mund und ließ mir die Problemstellen zeigen. Wir verteilten auch Schmerztabletten, da viele Patienten über Gelenk- und Rückenschmerzen berichteten. Gisela machte parallel Gruppenprophylaxe für die Kinder des Dorfes und war dabei von höchst interessierten und disziplinierten Kindern umringt. Mittags verabschiedeten wir uns und fuhren weiter Richtung Namtacwater.

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Auf dem Weg dorthin fanden wir einen riesigen Baobab Baum und entschlossen uns hier eine kleine Pause zu machen. Der Baum hatte gigantische Ausmaße und einen Umfang von circa 30 m.

koehler_namibia_2014_20Bei unserer Ankunft tauchten schon einige Buschmänner auf und hatten Interesse an unserem eigenartigen Aussehen. Wir erzählten, dass wir Zahnärzte seien und umsonst arbeiten würden. Zehn Minuten später waren wir vom halben Dorf umringt! Also entschieden wir uns unsere Praxis hier direkt unter dem Baobabbaum aufzubauen. Wiederum schauten wir erst in die Kindermünder und machten mit einigen Gruppenprophylaxe.

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Schließlich entfernten wir bei mehreren Patienten Zähne und Wurzelreste und beschenken die Kinder mit Zahnbürsten und Zahnpastaproben. Zwei Kinder wurden auch mit gebrauchten Sportschuhen und Spielzeug ausgerüstet. Sachen, welche meine Helferinnen in Deutschland gestiftet hatten!

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Als Dank erzählte uns ein Mädchen wie man aus der Frucht des Baobabbaumes ein leckeres Fruchtgetränk herstellen konnte. Wir wollten uns gerade verabschieden, als ein Buschmann uns nebenbei auf einen platten Hinterreifen an unserem Fahrzeug aufmerksam machte. Es roch nach Arbeit und die Buschmänner waren in Null komma nix verschwunden! Der Wagenheber funktionierte erst nicht und es dauerte circa eine Stunde, bis ich den Hinterreifen gewechselt hatte. Mit einem kaputten Reifen entschlossen wir uns nicht tiefer in die Wildnis vorzudringen und machten uns auf den Rückweg nach Tsumkwe.

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Unterwegs hielten wir noch unter einem Baobabbaum und stellten nach den Angabendes Mädchens ein Fruchtgetränk aus einer Frucht des Baumes her.

In Tsumkwe angekommen, ließen wir unseren kaputten Reifen reparieren und versorgten alle Gerätschaften und Materialien, so dass wir am nächsten Tag frisch ausgerüstet neu beginnen konnten Wir behandelten wieder im Tsumkwe Hospital und versorgten morgens 15 Patienten.

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Gegen Mittag machten wir uns dann auf in das Traditional Bushmann Village Grashoek, wo wir nachmittags behandeln wollten. Unterwegs machten wir einen „Steristop“ im Busch, wo wir in Ruhe unsere Instrumente reinigen und sterilisieren konnten.

koehler_namibia_2014_22Angekommen im Buschmann Village wurde uns von den Einwohnern zunächst misstrauisch ein Baum zugewiesen, wo wir unsere Behandlung durchführen sollten. Wir stellten unseren Pick-up unter den Baum, richteten unsere Praxis jetzt wie gewohnt schnell und professionell ein und warten auf die ersten Patienten. Ca.20 Kinder waren wieder die Ersten! Verteilung von Luftballons, Zahnpasten und Zahnbürsten eröffneten unsere Aktion!

koehler_namibia_2014_29Wir haben mit den Kindern spontan gesungen und Putzübungen gemacht.Unsere Show war wahrscheinlich so gut, dass auf einmal circa 30 bis 40 Leute um uns herum standen! Die Kinder haben alle sehr gut mitgemacht und freuten sich wie kleine Könige. Das pfiffigste der Kinder war circa sechs und hieß Simca.

Es wurden auch hier wieder bei Patienten unterschiedlichen Alters ausschließlich Zahnextraktion durchgeführt. Die Dorfbewohner achteten sehr darauf, dass schmerzlos behandelt und das die gesamte Zahnwurzel entfernt wurde.

koehler_namibia_2014_30Ich bin sogar manchmal mit gezogenem Zahn in der hocherhobenen Zange vor dem Publikum auf und ab marschiert um zu zeigen, dass der komplette Zahn entfernt wurde! Ich glaube, dies war die Voraussetzung, dass der nächste Patient sich auf meinen Behandlungsstuhl traute! Unser Verbindungsmann hieß Maurice, er übersetzte den Buschmännern die sich sonst hauptsächlich in der Klicksprache unterhielten.

koehler_namibia_2014_31Er brachte uns nach getaner Arbeit noch in deren Naturmuseum, in dem gezeigt wurde, wie die Buschmänner vor 15-20 Jahren im Busch lebten. Die Buschmänner zeigten sich dann tatsächlich in ihren traditionellen Sachen und machten für uns auf ihre Art Feuer und sangen mit uns Lieder.

Bis zum Sonnenuntergang saßen wir dann zwischen den Eingeborenen und hatten viel Spaß!

koehler_namibia_2014_32Anschließend verabschiedeten wir uns bei einem grandiosen Sonnenuntergang. Unsere Fahrt dauerte noch 2 Stunden und es war ruck zuck dunkel !Nachts muss man in Namibia sehr aufpassen, da viele Wildtiere auf den Straßen herumlaufen. Auch wir sahen in dieser Nacht viele Warzenschweine, Steinböckchen und ein kapitaler Kudu rannte vor unser Auto. Gegen 22:00 Uhr kamen wir schließlich bei Max Beyer an und verbrachten den restlichen Abend an unseren Handys , da wir fünf Tage lang ohne Empfang keine Möglichkeit hatten unsere Lieben zu benachrichtigen! So endete unser Outreach der ersten Woche im Buschmann Land mit beeindruckenden Erinnerungen an die Menschen dort, an die grandiose Natur und an das eine oder andere Abenteuer, welches wir erlebten!

koehler_namibia_2014_33In der zweiten Woche richteten wir unser Behandlungszimmer professionell im Lehrerzimmer der Makalani Schule Grootfonteins ein.

Die Zahnärzte ohne Grenzen Kollegen vor uns hatten schon begonnen zwei fünfte Klassen zu behandeln. Wir hatten uns vorgenommen die restlichen fünften Klassen und die sechsten Klassen zu scannen und die uns möglichen Behandlungen durchzuführen!

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Wir scannten zunächst die restlichen fünften und sechsten Klassen und bestellten die Kinder in den Folgetagen zur Behandlung ein. Wir entfernten 33 Zähne machten drei Füllungen und 142 Prophylaxebehandlungen. Die Prophylaxen führten wir in der Regel in Fünfergruppen durch. Wir hatten 159 Patienten. Ich versuchte den Kindern zusätzlich deutlich zu machen, dass die Zahncreme nicht nur zur Reinigung der Zähne, sondern auch der Härtungsaspekt durch Fluorid eine wichtige Rolle spielt:

„It makes your teeth hard and strong like the teeth from a lion!”

Interessanterweise legten Schüler sowie Lehrer großen Wert darauf, dass die Behandlung nur innerhalb der Schulzeit durchgeführt wurde! Auch wir mussten in der großen Pause pausieren und nach Schulschluss endete auch unsere Behandlungsmöglichkeit!

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Den letzten Tag verbrachten wir mit der Inspektion und Reinigung unserer Instrumente. Bei Max Beyer fand ich offene Ohren bei meinem Vorschlag einen Lagerhaltungsschrank einzurichten, um einen besseren Überblick über die vorhandenen Materialien und Instrumente zu bekommen. Sofort hatte er eine Idee und wir waren einige Stunden am basteln um eine Nische mit Tür, Farbe, Fliesen und Regalbrettern in einen sauberen Schrank zu verwandeln!

koehler_namibia_2014_38So endete unser Einsatz in Grootfontein und imBuschmannland mit eindrucksvollen Erlebnissen und der Gewissheit so etwas nicht zum letzten mal gemacht zu haben!

Ich bedanke mich besonders bei meinen Damen Gisela Löffler und Linda Gerhardt, die in kürzester Zeit zu einem perfekten Assistenzteam zusammengewachsen sind!

Ich bedanke mich bei der Verwaltung von Zahnärzte ohne Grenzen für die erfolgreiche bürokratische Abwicklung mit den Gesundheitsbehörden Namibias und letztendlich bei der perfekten Betreuung vor Ort durch Max und Irmgard Beyer sowie den immer hungrigen Familienmitgliedern Bella und Resi!

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