von Dr. Ina Rieger (E-Mail: dr.i.rieger@t-online.de)

aza11041pyramidevonpat433klein.jpgFast an der Südspitze Indiens, im indischen Bundesstaat Tamil Nadu, liegt das kleine Dorf Azhagiapandipuram. Dieser für uns schwer auszusprechende Name bedeutet auf Tamil: “Schönster Ort des Königs Pandi”. Dort befindet sich ein Kinderdorf des Christlichen Missionsdienstes, das Heimat für ca. 300 Kinder ist, die Waisen sind oder aus unvorstellbar armen Verhältnissen stammen. Im “childrens village” haben sie ein festes Dach über dem Kopf, Nahrung, Kleidung, eine geregelte Schulausbildung und können gegebenenfalls einen Beruf erlernen. Finanziert wird dies alles über Spenden und Patenschaften.

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Über die großartige Arbeit des Christlichen Missionsdienstes – in Südindien werden noch weitere 15 Einrichtungen dieser Art unterhalten –kann man sich unter www.christlicher-missionsdienst.de informieren. Anfang der 1990er Jahre hat sich eine Zahnärztin aus Wiesbaden sehr stark für den Aufbau einer zahnmedizinischen Grundversorgung eingesetzt.

aza11043glcklpatienten427klein.jpgSeit dem Jahr 2000 widme ich mich der Fortsetzung dieser Aufgabe. Mittlerweile fahre ich einmal im Jahr nach Azhagiapandipuram. Aus diesem Grund sowie durch die Mithilfe einiger Kollegen und Kolleginnen ist der Sanierungsgrad recht ordentlich. Unbefriedigender dagegen ist die Situation in den Kinderdörfern und –heimen der Umgebung. Meist werden nur Reihenuntersuchungen durchgeführt und die Behandlungsbedürftigkeit festgestellt.

Für die eigentliche Behandlung der Kinder bleibt dann aber keine Zeit. Um das zu ändern, wäre die Hilfe von motivierten Kolleginnen und Kollegen nötig.

aza11044beiderbehandlung525klein.jpgNachdem im Jahr 2009 mit der finanziellen Hilfe von “Zahnärzten ohne Grenzen” (weitere Informationen unter www.dentists-without-limits.de) ein ganz neues Behandlungszimmer mit einer indischen Einheit und einem einfachen, aber funktionstüchtigen Sterilisator eingerichtet werden konnte, haben sich die Arbeitsbedingungen stark verbessert. Die derzeitige einheimische Krankenschwester des Kinderdorfes ist sehr gut in die Behandlungsabläufe eingearbeitet und somit eine große Hilfe, vor allem auch in organisatorischen Belangen. Trotzdem ist es natürlich ungleich effektiver, wenn man im eingespielten Team arbeiten kann.Die Unterbringung und Verpflegung erfolgt im sogenannten “Bungalow” und ist für indische Verhältnisse fast komfortabel und üppig. Es stehen zwei separate Zimmer, ausgestattet mit jeweils zwei Betten, und ein kleines Sanitärzelle mit Dusche zur Verfügung.

Der Koch ist die gute Seele des Hauses und kümmert sich hingebungsvoll um das leibliche Wohl der Gäste. Landestypische Früchte und exotische Gerichte stehen jeden Tag auf dem Tisch und fast alle Wünsche werden nach Möglichkeit erfüllt.

aza11045abschiedklein.jpgFür die Einreise nach Indien ist ein Touristenvisum erforderlich. Da die Flüge sehr schnell ausgebucht sind, sollte man frühzeitig buchen. Ich bevorzuge die Flugroute über Doha nach Trivandrum mit Qatar Airways. Nach Absprache mit dem Christlichen Missionsdienst wird man vom Flughafen Trivandrum abgeholt. Dann geht es noch für etwa zwei Stunden über Land, ehe man in Azhagiapandipuram eintrifft.

Für interessierte Anfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung.

Telefonisch bin ich unter 034243/22880 (privat) oder 0341/6017824 erreichbar.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich die eine oder andere Kollegin/ Kollege angesprochen fühlt und einmal für kurze Zeit der deutschen Kälte entfliehen möchte, um unter der heißen Sonne Indiens zu arbeiten.

Anschrift der Verfasserin:  

Dr. Ina Rieger
Gorkistraße 52       
04347 Leipzig

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