Bericht von Alexandra Hoffmann

Anreise

Unsere Reise startete am 16.01.2026 am Flughafen in Berlin. Dort traf ich auf Christiane und Anja, die gemeinsam aus einer Praxis in Berlin anreisten. Wir waren knapp 13 Stunden unterwegs bis wir auf Santiago landeten. Schon nach der Landung auf der Insel war das angenehm warme Klima sofort spürbar.

Direkt in der Hauptstadt Praia hatten wir für unsere zweiwöchige Einsatzzeit eine Ferienwohnung gemietet, in der wir zu viert wohnten. Da wir vor Beginn unseres Einsatzes noch das Wochenende zur Verfügung hatten, nutzten wir die Zeit, um zu unserem Behandlungsort zu fahren, die Materialien vorzubereiten und die Stadt etwas zu erkunden. Am Montag stieß Stephie noch zu uns, sodass unser Team nun vollständig war.

Unser Team:

  • Christiane Kulik (AD/GL)
  • Dr. Stephanie Dudka (AD)
  • Anja Wiegand (ADH)
  • Alexandra Hoffmann (ADH)

Behandlungsstart

Wir wurden jeden Morgen abgeholt und in das Centro de Saude Tira Chapéu gefahren, um dort zu behandeln. Das Zentrum war jeden Tag rappelvoll, und es gab einiges zu tun. Anders als man es aus deutschen Zahnarztpraxen kennt, werden dort in einem Raum immer zwei Patienten gleichzeitig behandelt. Wir hatten eine reguläre Behandlungseinheit und daneben eine Klappliege mit einer mobilen Einheit sowie einer mobilen Absauganlage.

Aufgrund der eingeschränkten technischen Möglichkeiten versuchten wir, uns die Behandlungen aufzuteilen: Christiane und Anja übernahmen überwiegend Füllungen auf der Behandlungseinheit, während Stephie und ich viele chirurgische Behandlungen sowie zahlreiche Zahnreinigungen auf der Klappliege durchführten. Unsere Ansprechpartnerin vor Ort war Elisabeth, die uns bei der Übersetzung unterstützte. Die Menschen auf den Kapverden sprechen hauptsächlich Kreol oder Portugiesisch, was die Kommunikation teilweise erschwerte.

Nach Feierabend wurden wir jeden Tag mit Essen versorgt und konnten anschließend den Nachmittag am Strand genießen.

Wochenende

Das Wochenende nutzten wir, um die Insel zu erkunden. Wir hatten die Möglichkeit, uns von dem Taxifahrer Adilson die Insel zeigen zu lassen. Er fuhr mit uns zu lokalen Märkten und zeigte uns, wie die Einheimischen in kleinen Dörfern leben. Der schönste Strand auf Santiago liegt in Tarrafal. Dort verbrachten wir ebenfalls einige Stunden, bevor es wieder zurück zu unserer Wohnung ging.

Auf dem Heimweg konnten wir noch frisches Obst kaufen und eine Kokosnuss genießen, während wir entlang der Ostküste nach Hause fuhren.

Die letzten Tage

Am letzten Arbeitstag besuchten wir eine Schule, in der die Kinder lernten, wie sie sich richtig die Zähne putzen. Der letzte Abend klang bei bestem Wetter und einem bezaubernden Sonnenuntergang aus.

Mein Fazit zu dieser Reise ist, dass ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln und unvergessliche Erinnerungen mitnehmen konnte und die Menschen auf den Kapverden immer entspannt und nie unter Zeitdruck sind.

Wir konnten insgesamt 141 Patienten behandeln. Dabei führten wir 109 Füllungen, 68 Extraktionen und 63 Zahnreinigungen durch.


Zahnärzte ohne Grenzen bittet um Unterstützung:
Altgoldsammeln für ein neues Kinderlächeln

Eine Bitte an geneigte Zahnärztinnen und Zahnärzte: Möchten Sie mit Ihrer Pra­xis Zahnärzte ohne Grenzen unterstützen und für uns – mit Einverständnis Ihrer Patienten – Altgold sammeln? Sie und Ihre Patienten unterstützen damit vor allem unsere zahnärztlichen Assistenzen und Zahntechniker, welchen wir aus dem Erlös Zuschüsse zu den Einsatzkosten gewähren können.

Wenn Sie uns unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an unseren Beauftragten für das Altgoldsammeln.

Hier geht’s zur Aktion …