- Teamfähigkeit: Wir können davon ausgehen, dass jedes Gruppenmitglied so viel Toleranz mitbringt, dass ein gemeinsames Handeln möglich ist, um das Ziel eines erfolgreichen Einsatzes zu erreichen. Das bedeutet auch, dass alle ihre persönlichen Interessen und Vorlieben dem gemeinsamen Ziel unterordnen.
Die ungewohnten Lebens- und Arbeitsbedingungen erfordern viel Improvisationstalent und gegenseitige Hilfe.
- Teilnahme-Voraussetzungen: Die in den MoU mit den Gastländern vereinbarten Voraussetzungen, von denen nicht – auch nicht ausnahmsweise – abgewichen werden kann, sind:
- Bei Zahnärzten mindestens drei, in einigen unserer Gastländer auch fünf oder mehr Jahre Berufserfahrung (die Erfordernisse werden im Einzelfall in den Einsatzaufrufen bekannt gegeben, vgl. auch Ziff. 3).
- Bei zahnärztlichen Assistenzen eine abgeschlossene Berufsausbildung als ZFA, ZMF oder ähnliche, unmittelbar an die Patientenbehandlung gebundene Assistenzberufe.
- Bei Zahntechnikern eine abgeschlossene Ausbildung in diesem Beruf.
- Es darf unter keinen Umständen der Eindruck erweckt werden, dass unsere Patienten als Übungs-Objekte genutzt werden. Deshalb können u.a. Famulanten nicht an von DWLF unterstützten Einsätzen teilnehmen.
- Die offensichtlich schwierigen Behandlungen sollten den Erfahreneren vorbehalten bleiben. Und niemand sollte sich im Falle von Komplikationen scheuen, den Rat des Kollegen einzuholen.
- Das offene Gespräch aller Beteiligten soll klären, wer in welchen Disziplinen besonders gern arbeiten möchte. Dieses Gespräch ist vom Gruppenleiter zu führen. Der Gruppenleiter ist als „primus inter pares“ gleichberechtigtes Mitglied der Gruppe, aber nicht der Chef des Teams.
- Andererseits trägt der Gruppenleiter auch die fachliche Mitverantwortung für alles, was zahnmedizinisch in der Gruppe gearbeitet wird. So ist es im Tagesgeschäft sicher sinnvoll, zunächst sein Urteil zu akzeptieren. Sollte Diskussionsbedarf bestehen, kann man dies in Ruhe nachholen. Ein guter Gruppenleiter wird in einer Freiwilligen-Truppe ohnehin vorsichtig agieren und nicht autoritär entscheiden. Er vertritt die Gruppe nach außen, soll vor allem die Gruppeninteressen vertreten und nicht ohne Abstimmung mit den Teammitgliedern handeln. Nach innen muss er für alle Gruppenmitglieder stets ein offenes Ohr haben.
- Die Abende und Wochenenden lassen genügend Raum für Unternehmungen. Unsere einheimischen Gastgeber sind rührend bemüht, uns ihre Landschaften, ihre Kultur und ihre Lebensweise zu zeigen. Diese Gelegenheiten sollten wir nutzen. Die Fremdheit des Landes wird einem plötzlich vertraut und liebenswert.
